Koula (ca. 13 Jahre, weiblich)
Stand: 10.01.2026
Koula – hilflos zum Sterben entsorgt
Anmerkung: den Zustand eines Tieres nach Auffinden stellen wir bewusst als letztes Foto ein, um empfindsame Menschen und Kinder nicht zu belasten. Die ersten Fotos zeigen das Tier nach Erfolgen der Behandlungen und Fürsorge Ende 2025.
Ein kleines, ehemals süßes Hundchen, das mit Sicherheit ein Zuhause hatte, hilflos, verdreckt und krank auf der Straße liegend zu sehen, bringt selbst erfahrene Tierschützerinnen an ihre seelischen Grenzen. Sie nahmen es auf und gaben dem kleinen Elendsbündel den Namen Koula, eine liebevolle Anrede, ähnlich wie Sonnenschein.
Mit Sicherheit war die Kleine einmal der Sonnenschein einer Familie, die sie angeschafft hatten und mit ihr ein bildhübsches, liebes Hundchen lange Jahre als Familienmitglied hatten, bis sie gnadenlos auf der Straße entsorgt wurde. War es ihr Alter? War es Krankheit? Waren es Tierarztkosten? Waren es familiäre Veränderungen? Was auch immer der Grund war, es ist unfassbar grausam, was man Koula angetan hatte.
Nachdem Koula gerettet wurde im September 2025 und tierärztlich diagnostiziert, wurde sie auf 13 Jahre geschätzt. Sie ist auf einem Auge erblindet, ihre Zähne waren in katastrophalem Zustand und das Blutbild zeigte schlechte Nierenwerte. Die Priorität lag damit auf Behandlung der Nieren mit Infusionen, Medikamenten und Spezialfutter. Nach Besserung der Werte musste Koula dringend operiert werden. Es wurden 14 Zähne gezogen. Dazwischen natürlich die nötige Fellpflege. Koula wurde gebadet und fachmännisch geschoren. Ein Malteser-Pudel-Mischling? Eine ehemalige kleine Hundeschönheit. Lang ist’s her…
Es brauchte 2 Monate Zeit, bis sich Koula von all dem erholt hatte. Ihre Nierenwerte haben sich inzwischen deutlich verbessert. Sie wird noch auf Blasensteine behandelt und erhält weiterhin Spezialnierenfutter. Der Tierarzt rät von der sonst üblichen Kastration bei ihr zum jetzigen Zeitpunkt ab.
Koula ist noch kein gesunder Hund, aber sie hat überlebt und hat neue Lebensqualität gewonnen! Wenn sie auf den Schoß genommen wird, weiß sie die Zuwendung zu genießen und spürt wieder Liebe. Für ihre Lebensretterin ist sie ein kleiner Sonnenschein, der sicher lange schon kein sonniges Leben mehr hatte.
Wie viel Mühe und Kosten die Aufnahme und Rettung eines so armen Hundchens mit sich bringen, kann man nur erahnen. Gleichzeitig bedeutet jede Tierrettung eine lebenslange Verantwortung für ein weiteres Tier, von dem niemand sagen kann, ob es jemals ein neues Zuhause finden wird. Im Fall Koula ist es nicht realistisch an eine Vermittlung zu denken. Aber eins ist sicher: auch Koula möchte noch leben und sie darf es mit allem, was sie dafür benötigt. Es wird alles für sie Nötige getan unter den gegebenen Umständen der Versorgung aller Tiere in einer Tieraufnahmestation.
Was wir als Verein tun können, ist, auch von diesen Tieren zu berichten, die uns als Tierfreunden mit am Herzen liegen. Mit Berichten von diesen stillen Schicksalen der Namenlosen möchten wir um Unterstützung für diese bitten zur Entlastung der Tierschützerin vor Ort. Eine Möglichkeit der spürbaren Hilfe, die auch genau dort ankommt, ist z.B. eine Patenschaft für ein bestimmtes Tier.
Jeder noch so kleine Beitrag hilft, wenn viele helfen.
Wir danken für Ihre Hilfe!

