Ein Welpe als neues Familienmitglied?

 

Vor der Bekundung des Interesses an einem Welpen und der Anschaffung eines so jungen Tieres möchten wir allgemeine Gedanken des Fürs und Widers als Anregung zum Nachdenken und Prüfen der eigenen Situation anfügen. Bitte nehmen Sie sich diese kurze Lesezeit. Unabhängig davon beraten wir Sie natürlich gerne zusätzlich und individuell.

 

Welpen, die hier vorgestellt werden, hatten das große Glück, durch die Arbeit des Tierschutzes bereits einmal gerettet worden zu sein, da sie, meist mutterlos, alleine nicht überlebensfähig gewesen wären in ihrer Umgebung. Sie hatten also Glück im Unglück, da sie neben Futter ihre Impfungen erhalten, entwurmt werden und gut sozialisiert aufwachsen. Hier können sie sogar gegenüber deutschen Zuchthunden oder sog. Hobbywürfen deutlich im Vorteil sein. Sie wachsen mit Hunden jeden Alters und Geschlechts und meist auch in Gesellschaft von Katzen auf und lernen so das ABC der Hundesprache, das wir in ihren freundlichen Begegnungen mit Artgenossen später sehen. Sie sind oder werden die geschätzten sozialisierten Hunde des Südens, wenn sie rechtzeitig vermittelt werden können. Ein jahrelanges Ausharren in Auffangstationen gibt ihnen eines leider nicht: die Möglichkeit, "das Leben draußen" frühzeitig kennen zu lernen, was dann ein späterer Lernprozess wird, der von Unsicherheiten oder sogar Ängsten begleitet sein kann.

Deshalb freuen wir uns für jeden Welpen, der frühzeitig vermittelt werden kann (wegen der nötigen Impfungen und Bedingungen für seine Ausreise frühestens im Alter von ca. 4 Monaten) und der noch völlig unbeschwert und offen für alles ist!

 

Gerade wegen der oft beobachteten Freude und manchmal sogar Euphorie bei der Anschaffung eines Welpen möchten wir eindringlich daraufhin weisen, dass die Anschaffung eines Welpen doppelt überlegt sein und von allen Familienmitgliedern (einsatz)freudig mit getragen werden muss.

 

Mit Geduld und Einfühlungsvermögen, ausreichend Zeit zur Beaufsichtigung und richtigen Lenkung lernt jeder junge Hund, ein Familienmitglied zu werden, das Freude bereitet.

Bis dahin können "Malheure" passieren, da Stubenreinheit nicht von Beginn an vorausgesetzt werden kann. Der Hund hatte bisher keine Chance es zu lernen. Es benötigt einen geregelten, auf den Hund abgestimmten Tagesablauf, damit der Hund in der Regel schnell stubenrein wird. Bis dahin heißt es Nachsicht walten lassen und umsichtig für den Hund mit denken lernen.

 

Es kann auch u.U. kleinere oder größere Schäden geben, wenn sich ein junger Hund neugierig mit etwas beschäftigt und die Umwelt für sich erkundet. Dies ist keine Ungezogenheit eines jungen Hundes, sondern normal bis zu einem gewissen Alter und abhängig davon, wie intensiv man sich um einen so jungen Hund kümmern und ihm einen festen Lebensrhythmus verständlich machen kann.

 

Ein Welpe kann für viele "Überraschungen" stehen und wird Ihnen persönlichen Einsatz mit Zeit, Geld, Geduld und Kompromissbereitschaft mehr oder weniger abverlangen; er steht aber auch für sehr viel Freude an und mit einem treuen Familienmitglied, das man dann nicht mehr missen möchte.

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Emma (4 Monate, weiblich)

August 2017

Millie (4 Monate, weiblich)

August 2017