Puppet (ca. 11-12 Jahre, weiblich)
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Anmerkung: Anhängende Fotos zeigen Puppet bewusst in umgekehrter Nachher – Vorher – Folge. Wir möchten damit Kindern und sensiblen Menschen zeigen, dass das Leid eines Tieres in der Vergangenheit zu sehen ist und es jetzt dem Tier sichtlich besser geht.
Stand: 12.04.2026
Puppet – verlassen, verletzt an Körper und Seele
Die kleine 4 kg wiegende und geschätzt 11-12 Jahre alte Hündin Puppet wurde mit dem Malteserrüden Leo bei schlechtem Wetter zu Jahresbeginn auf einem verlassenen Feld aufgefunden, das geflutet werden sollte. Eine alarmierte Tierschützerin nahm die beiden Hunde bei sich auf.
Während Puppets Hundefreund Leo sich bald erholte und weder körperlich noch psychisch Schaden genommen hatte, sah es für Puppet weniger gut aus. Puppet hatte ein zerrissenes Lid am linken Auge und konnte das linke Hinterbein nicht aufsetzen. Sie war verängstigt, verwahrlost und biss nach den Menschen in Abwehrhaltung.
Nach gründlicher tierärztlicher Untersuchung zeigte sich, dass Puppet vor längerer Zeit bereits angefahren oder anderweitig schwer verletzt worden war. Das linke Hinterbein war gebrochen. Eine korrektive Operation des Hinterbeins hielt der Tierarzt aus verschiedenen Gründen nicht für ratsam. Während einer Narkose, in der das Augenlid genäht wurde, war es ihm möglich, die Blockade des Beins manuell weitgehend zu lösen. Seitdem kann Puppet wieder vorsichtig auf vier Beinen laufen, was sie nicht nur körperlich beweglicher zeigt, sondern auch sichtlich glücklicher. Man sieht sie auf dem Gelände unter den anderen Vierbeinern laufen und jetzt auch gern auf Menschen zugehen für Streicheleinheiten.
Da Puppet weiterhin behandelt wird mit Medikamenten und Spezialfutter wegen einer Blaseninfektion, Arthrose und mit Augentropfen steht Puppet aktuell nicht zur Vermittlung. Gerade das Verabreichen der Augentropfen und das Säubern des Gesichtes von der Tränenflüssigkeit macht es der Betreuerin nicht leicht. Aus Angst vor Händen, die ihr Schmerzen zufügen könnten, kann Puppet immer noch leicht zuschnappen. Wer mag es ihr verdenken.
Trotz allem hat sich Puppet unerwartet schnell erholt. Aus dem scheuen, Abstand haltenden kleinen Hundchen zu Beginn ist ein liebenswertes Wesen geworden, das sich über menschliche Zuwendung freut. Die Balance zwischen Freude und Angst ist jedoch noch nicht ganz gefunden; besonders ein Problem bei der täglichen Säuberung und Versorgung des linken Auges mit Augentropfen. Aufgaben, denen sich Menschen im Tierschutz stellen und damit Gutes für leidgeprüfte Tiere nachweislich bewirken können.
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Für die kleine alte Hündin Puppet würden wir uns über Patenschaften freuen, mit denen anteilig tierärztliche Behandlungen/Überwachungen, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel leichter finanziert werden können.

