Emma (4 Monate, weiblich)

Aktualisierung am 12.02.2018

Emma – vom Welpen zum Junghund – ohne Zuhause

So sehr wir uns immer darüber freuen, wenn alte und Handicap- Tiere noch ein Zuhause finden (zudem immer ein ganz außergewöhnliches), so sehr wünschen wir uns auch für die gesunden jungen Tiere eine baldige Wendung des Schicksals, bevor auch ihnen etwas zustößt. Sie wachsen unter harten Überlebensbedingungen auf, gedeihen dennoch prächtig, lernen die Regeln des Hunderudels und sind damit bestens sozialisiert und, und, und… Was ihnen aber fehlt, ist die menschliche Zuwendung in höheren Dosen als im Vorbeigehen einer Frau, die sich um so viele Tiere gleichzeitig kümmert. Die Grundversorgung nimmt 99% des Alltags in Anspruch und nicht zu vergessen: die täglichen neuen Notfälle.

Emma ist zu einer wunderschönen jungen Hündin herangewachsen. Sie ist aufgeschlossen, allzeit freundlich und altersgemäß verspielt. Emma lernt schnell, schaut sich vieles ab und kennt auch das Leben im Haus, das ein Teilen eines Hundebettes oft mit mehreren Hunden beinhaltet oder auch ein Schlafen am Boden, wenn alle belegt sind.

Emma ist inzwischen 9 Monate alt, doppelt geimpft und bereits kastriert. Bei einer Schulterhöhe von 37 cm und geschätzten 8-9 kg Gewicht, ist sie eine kleine bis mittelgroße Hündin, die nur noch wenig wachsen wird. Sie ist mit allen Hunden verträglich, kennt auch Katzen und ist den Menschen, die sie kennengelernt hat, freudig zugetan und sehr anhänglich. Ein Traumhund mit Traumcharakter. Alles, was Emma fehlt, ist ein Zuhause.

Genau dies wünschen wir jungen Hunden wie Emma und Millie, die in jedem Tierheim Blicke auf sich ziehen würden, wenn man sie „live“ erleben könnte. Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort geboren und dort leider verdammt auf ein Leben unter für uns kargen Bedingungen mit unsicherer Zukunft. Es fehlt ihnen ein Mehr an Ansprache, an Lernen und Erleben, was es bedeuten kann, an der Seite von Menschen durch das Leben zu gehen.

 

Emma_Film_1.mp4
MP3-Audiodatei [3.4 MB]

Stand: 11.08.2017

Welpe Emma – trauriger Start ins Leben

Welpen vergessen traurige Eindrücke beim Start ins Leben recht schnell, wenn man sich um sie kümmert und ihre Grundbedürfnisse (Wasser, Futter, Bewegungsmöglichkeit, Spiel, Ruhezeiten und Gesellschaft und Kommunikation mit Artgenossen und Menschen) befriedigt sind. Sie sind sehr soziale Wesen, die mit Freude und Neugier am Leben teilnehmen. Wie Kleinkinder nehmen sie schnell Umwelteindrücke auf und sie lernen, was man von ihnen erwartet, wenn man Zeit hat, sich mit ihnen zu beschäftigen. Aufzucht und Beschäftigung mit Welpen ist eine zeitintensive Aufgabe mit Verantwortung. Der Lohn ist gewiss mit einem echten Freund an der Seite für viele gemeinsame Jahre.

Emma und ihr Geschwisterwelpe Millie lernen im Großrudel der Tierstation die Hundesprache auch ohne ihre eigene Hundefamilie. Sie leben mit vielen Hunden jeden Alters und Geschlechts zusammen, was ideal für ihre Prägephase hinsichtlich der Sozialisierung mit Artgenossen ist. Menschliche Ansprache gibt es für sie zu wenig, da die Betreuerin viel zu tun hat. Trotzdem lernen die beiden nun Menschen von einer positiven Seite kennen und ihnen vertrauen. Was ihnen fehlt, ist der Kontakt zur weiteren Umwelt draußen vor den Toren der Station. Nach den Autofahrten zur Tierarztpraxis für die Impfungen ist erst einmal Schluss mit Ausflügen. Es wäre daher wichtig für Emma, dass sie bald ein für einen Welpen passendes Zuhause findet. Sie ist jetzt 4 Monate alt und doppelt geimpft, entwurmt etc.  Mit einer Schulterhöhe von 34 cm wiegt sie 5 kg. Mit Gewissheit kann man bei einem Welpen nicht die Größe des erwachsenen Hundes bestimmen. Wir schätzen, dass Emma eine mittelgroße Hündin werden wird.

Emma ist gesund und munter. Sie ist kein Draufgängerwelpe, sondern eine sensible Hündin, was nicht als scheu gedeutet werden darf. Emma und Schwester Milli sind aufgeschlossen und „sehr lieb“, wie die griechische Betreuerin sie beschreibt.

 

Emma_Film.mp4
MP3-Audiodatei [1.3 MB]