Alitis (5 Jahre, männlich, kastriert)

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Aktualisierung am 16.02.2017

Alitis – fasst Vertrauen und macht Fortschritte

Alitis, der als Welpe in einer abgelegenen Tierherberge aufgenommen wurde und nicht das Glück hatte wie seine Geschwister frühzeitig vermittelt worden zu sein, ist uns durch seine Unsicherheiten 2013 aufgefallen. Wir entschieden uns Mitte 2014 daher, ihn aus der Vermittlung vorübergehend zu nehmen und seine Entwicklung abzuwarten, baten gleichzeitig, aber auch mit ihm zu arbeiten, um ihn an das Leben außerhalb der Station heranzuführen, was Leinentraining z.B. mit beinhaltete.

Heute ist Alitis (SH 54cm, 25 kg) ein 5-jähriger, kastrierter Rüde (Griffonmischling), der jetzt Wurzeln fasst. Die Betreuerin hat regelmäßig ihn an die Leine gewöhnt. Das Übungsprogramm hat die beiden eng zusammen geschweißt. Man sieht selten einen Hund, der so vor einem Menschen sitzt und, wenn möglich, seinen Kopf an die Wange des Menschen presst. Es berührt unendlich und doch weiß man, dass Alitis so viel entbehren muss (wie alle Tiere dort), dass man ihm ein Zuhause wünscht. Es fehlt an allem, vor allem aber an Abwechslung für diese Tiere in der totalen Einsamkeit einer Bergregion, an den nötigen und von den Hunden auch ersehnten Menschenkontakten. So viele Hände, Worte und Augen kann eine einzelne überarbeitete Person bei aller Liebe nicht geben. So ziehen die besten Jahre auch an Alitis vorüber. Ein wunderschöner Hund, der nicht am Ende seines Lernprogramms ist.

Für Alitis gehen wir nun wieder den Schritt nach vorn und wollen ihm seine Chance auf ein besseres Leben geben. Für ihn wäre ein gefestigter Hund als Vorbild von Vorteil. Es reicht aber auch ein im Umgang mit unsicheren Hunden erfahrener Mensch, der ihm Halt und Leitfaden gibt. Genau das sucht Alitis, wenn er den einzigen Besucher innerhalb eines Jahres beim Kommen anbellt (nicht beißt!). Er möchte Kontakt, traut sich aber nicht wie andere Hunde, die wedelnd kommen und den Menschen sofort die Schnauze entgegen strecken. Alitis sucht den Menschen so sehr, wenn er nur das nötige Selbstvertrauen hätte. Seiner Betreuerin, die er seit Welpenzeit kennt, vertraut er hundertprozentig und folgt ihr überallhin. Jede Minute einer direkten Zuwendung ist für Alitis wie Weihnachten. Wir hoffen vorsichtig, dass nächste Weihnachten vielleicht mehr an Verwöhnprogramm an anderem Ort für Alitis bereitsteht.

Um einem Tier wie Alitis Vertrauen vermitteln zu können, genügt eine große Tierliebe allein nicht. Es braucht auch das selbstbewusste und überzeugende Führen dieses Tieres, um seiner Weiterentwicklung die richtige Richtung zu geben. Bei Alitis muss ein neuer Tierhalter wissen, dass er sich einer schönen, lohnenden, aber auch anspruchsvollen Aufgabe stellt, die nicht mit dem Besuch einer Hundeschule abgegolten ist. Dafür erhält man einen ganz besonderen Freund auf vier Beinen, der seine Zuneigung lebenslang seinen Menschen zeigen wird.

Als Tierhalter übernimmt man immer eine Verantwortung für ein Tier, der man sich vor der Anschaffung bewusst sein sollte. Bei Tieren wie Alitis, die „noch nicht fertig“ sind, mag sie eine Portion größer und anspruchsvoller sein.

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle den beiden Paten von Alitis, die ihm eine neue Hütte finanzierten, Körbe und Decken bereitstellten, die auch Alitis jetzt gelegentlich nutzen mag und die seine Grundversorgung sicherten. Wir bitten, ihm weiter die Treue (und die Daumen) zu halten. Wenn sich etwas an der Situation für Alitis grundlegend ändern sollte, werden wir informieren.

Aktualisierung am 12.05.2014

Alitis mag nicht über seinen Schatten springen

Der wunderschöne Rüde Alitis mag sich Fremden gegenüber nicht öffnen. Zu lange lebt er (seit Welpenzeit) quasi isoliert in einem Hunderudel, in dem klare Gesetze herrschen, von der Umwelt und damit von Menschen weitgehend isoliert. Er ist nicht nur körperlich gewachsen, sondern hat sich auch Rüden zum Vorbild genommen, die Stärke demonstrieren. Gepaart mit seiner Unsicherheit ist aus Alitis ein zwar immer noch unsicherer, aber auch auf seine Weise Selbstsicherheit demonstrierender Rüde geworden. Eine Paarung von Angst und Stärke, die normale Hundehalter vor Probleme stellen könnte. Daher wollen wir Alitis schweren Herzens zurzeit aus der Vermittlung nehmen und ihn an diesem Ort belassen. Er hängt besonders an der Stationsleiterin und vergöttert sie im wahrsten Sinne des Wortes. Für ihn ist seine Welt momentan so in Ordnung.

 Daher denken wir, dass wir Alitis mit einer Vermittlung keinen Gefallen täten und auch gleichzeitig den Menschen, die sich ihm annehmen wollten, keinen leichten Anfang bescheren würden, wie es bei den meisten Hunden der Fall ist, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Zuhause.

Alitis wird weiter regelmäßig geimpft und, wenn nötig, medizinisch versorgt werden. Wir wollen auch weiterhin versuchen, dieser Station gelegentlich Futterspenden zukommen zu lassen, um die Tiere nach dem Brand nicht zu vergessen. Mehr können wir darüber hinaus nur für einzelne wenige dort tun z.B. mit der Vorstellung zur Vermittlung. Alitis hatten wir diese Chance mit Geschwistern, die ein Traumleben in Deutschland inzwischen führen, auch gegeben. Es sollte für den schönsten Rüden, warum auch immer, sich leider nicht rechtzeitig die entscheidende Wende in seinem Leben einstellen.

Aus reiflichen und keineswegs voreiligen Überlegungen, die besonders die Bedürfnisse dieses Hundes mit einbeziehen, nehmen wir Alitis heute aus der Vermittlung und stellen ihn auf die Seite der Patentiere. Vielleicht findet er Tierfreunde, die sich mit seinem Schicksal aus der Ferne verbunden fühlen und so etwas für ihn tun können.

Wir möchten nochmals betonen:  Alitis ist kein gefährlich bissiger Hund, aber er ist als normaler Familienhund u.E. nicht geeignet. Er würde vermutlich eine Überforderung sein für Menschen, die über keine spezielle Erfahrung mit unsicheren Tieren verfügen. Für ihn müsste sich jemand mit passender Wohn- und Familiensituation finden, der sich mit großer Motivation und dem nötigen Erziehungswissen der Aufgabe stellen wollte, der keine Mühe und Geduld scheut, Alitis zum Freund gewinnen zu wollen und ihm neue Lebensfreude außerhalb seiner kleinen „Insel“ erkennbar zu machen. Ein Hund wie Alitis benötigt überzeugte Führung durch Menschen, die er anerkennen kann.

Stand: 13.10.2013


Alitis ist erwachsen geworden

 

Der bildhübsche Rüde Alitis, den wir schon als Welpen vorgestellt haben, gehörte bisher nicht zu den Glücklichen. Seine Schwester Lany, wie auch die Spielgefährten Aladin und Luca dürfen längst mit ihren Familien in Deutschland ein abwechslungsreiches und sorgenfreies Leben führen. Deshalb möchten wir nach 1,5 Jahren des vergeblichen Wartens dem wunderschönen Alitis eine neue Chance unter den Vorstellungen der erwachsenen Tiere geben.

 

Alitis ist ein heller Griffonmischling von knapp 2 Jahren, hat eine Schulterhöhe von 55cm und wiegt 25 kg. Mit seinen großen dunklen Augen schaut er Orientierung und Anlehnung suchend sich nach der Betreuerin um oder auch skeptisch in die Welt mit dem Raster eines Zaunes vor Augen. Alitis ist sensibel und menschbezogen. Er hängt sehr an der Betreuerin, wie unschwer auf den Fotos zu erkennen ist.

 

Die Welt außerhalb des Zauns der Station hat er lange nicht kennen gelernt. Da man um die Bedeutung fehlenden Bekanntwerdens mit der Umwelt weiß und dass diese Tiere später nicht nur Nachholbedarf haben, sondern auch Vieles Unsicherheiten bei Ihnen hervorrufen kann, trainiert man mit Alitis, wann immer es die Zeit zulässt. Inzwischen kennt er Gassigänge an der Leine außerhalb der Station und freut sich wie ein Familienhund, wenn Herrchen oder Frauchen die Leine in die Hand nehmen. Er rennt zum Tor und springt vor Freude. Alitis würde schnell lernen, wenn man für jeden einzelnen Hund dort sich Zeit nehmen könnte.

 

Wenn Aliti Vertrauen gefasst hat und Menschen kennt, ist er ein freundlicher und äußerst verschmuster Hund. Mit Artgenossen hat er gelernt zu leben und kennt die Rudelsprache, weshalb eine Kastration für ihn noch nicht nötig war, aber vor einer Vermittlung gemacht werden würde.

 

Es wäre Alitis zu wünschen, dass auch er lernen dürfte, noch einmal seine Treue auf neue Menschen zu übertragen, die ihm ein Zuhause geben wollen. Ein Zuhause, in dem er mit seinen Menschen leben darf und alles erleben darf, was ein Leben lebenswert macht.

 

 

 

 

Alitis als Welpe
Film_Aliti.wmv
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Aliitis erwachsen im Februar 2017
Alitis_Film.mp4
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