Noelle (8-9 Jahre, weiblich, kastriert)

Stand: 18.09.2018

Noelle – ein Leben ohne den Zauber der Weihnacht

Der Name Noelle stammt aus dem Französischen. Kinder, die an Weihnachten geboren sind, werden oft auf den Namen (Noel oder Noelle) getauft. Auch im Deutschen verbindet sich damit der Gedanke an Weihnacht.

Die kleine Noelle passt leider so gar nicht in dieses Bild. Jahr für Jahr beobachtete man ihre Entwicklung in der Erwartung, dass sie sich ändern möge, dass ihr Vertrauen in den Menschen wachse und sie sich freundlicher zeige. Jahre sind darüber vergangen und dem kleinen Unikat Noelle sind die ersten grauen Haare gewachsen. Noelle ist wie sie ist, was niemand so genau beschreiben kann, außer dass man sie guten Gewissens so nicht vermitteln kann. Niemand möchte einen Hund, dessen Verhalten man nicht in allen Situationen einschätzen kann. Die selbstbewusste Noelle zeigt, dass sie schnell einmal schnappt, wenn sie etwas nicht möchte.

Was Noelle dazu bewegt hat, sich dieses Schutzschild umzulegen und nach Bedarf sich den Weg frei zu halten durch Schnappen, weiß niemand. Sie kam als junge Hündin in die Tierstation und ging recht selbstbewusst dort ihre Wege. Man sieht Noelle überall, unter den Hunden, auf Besuch bei der Versorgerin und auch bei Stationsbesuchern. Sie ist an allem interessiert und immer irgendwo dabei oder in der Nähe. Aber blindes Vertrauen zahlt sich bei Noelle nicht aus. Wenn es Noelle in den Sinn kommt oder ihr jemand zu viel oder zu aufdringlich wird, kann Noelle unerwartet sich von einer anderen Seite zeigen. Dies billigt man verständlicherweise keinem Familienhund zu, weshalb Noelle hier nicht mehr zur Vermittlung kommt.

Da Noelle inzwischen schon ein älteres Hundchen (ca. 8-9 Jahre alt) ist und auch Leishmaniose positiv getestet wurde, wünschen wir uns für sie Paten, die sie aus der Entfernung vielleicht auch so mögen, wie sie ist. Manch ein Mensch wird auch mit fortschreitenden Jahren grantig zu seiner Umwelt. Mitmenschen lernen Abstand zu nehmen oder jemanden so zu nehmen, wie er nun einmal ist. Noelle meistert nach ihrem Gutdünken und selbstbestimmt den Alltag in einer lauten Tierstation ohne jeden Luxus. Sie fällt nicht weiter auf und verlangt nichts. Oft pattrouliert sie am Zaun. Futter ist ihre Leidenschaft. Noelle muss man einfach nehmen, wie sie ist. Mensch und Tiere kennen sie und können damit umgehen.

 Mit einer Patenschaft möchten wir Noelle Gesundheitskontrollen, ihre Medikamente (Allopurinol, das sie vorsorglich bekommt - nicht teuer) und besseres Futter zukommen lassen. Auch einem „hässlichen Entlein“, das sich nicht immer nur freundlich zeigt, möchten wir Respekt vor dem Leben zollen.

Anmerkung: Selbst wenn Noelle nicht in dieses heilige Bild der Weihnacht, des Friedens auf Erden und des Glaubens an ein Wunder passt, so verbinden wir für sie hier die Wünsche an das Geschenk eines besseren Lebens an dem Ort, an dem Noelle seit Jahren lebt.