Tassos (11 Jahre, männlich, kastriert) und Rudi (10 Jahre, männlich, kastriert)

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Galerie 2

Stand: 14.03.2018

Trauriger Abschied von Rudi und Bangen um Tassos

Mehr als zwei Jahre durften die beiden Hunde Tassos und Rudi davon profitieren, dass sie über Patenschaften unterstützt wurden. Ihre Chance auf ein mögliches Zuhause wurde ihnen durch eine Herzschwäche genommen, weshalb sie nicht mehr fliegen durften. Sie lebten seit ihrer Aufnahme in einem großen Hunderudel einer privaten kleinen Tierstation und durften nachts und bei schlechtem Wetter auch im Haus schlafen. Dass sie nicht mehr stubenrein wurden, wurde ihnen nicht angelastet.

 

Mit zunehmendem Alter und Verschlechterung der Gebrechen wurde die medizinische Hilfe über regelmäßige Untersuchungen und angewandte Medikamente immer intensiver und notwendiger. Immerhin wurde den beiden damit ein qualitativ noch annehmbares Leben ermöglicht. In letzter Zeit jedoch ging es Tassos und Rudi jedoch nicht mehr gut. Bei Tassos wurde zuerst am linken Auge und dann auch am rechten ein Katarakt festgestellt. Er ist inzwischen erblindet und auch senil. Hinzu kommt, dass ein Tumor an der Milz kürzlich diagnostiziert wurde. Auf Grund seines Alters und kann er nicht mehr entfernt werden.

 

Bei Rudi wurden zu der Herzinsuffizienz Nierensteine festgestellt. Er bekam Diätfutter und Medikamente (Fortekor und Vetmedin), die wir über Patenschaften finanzieren konnten. Wir hofften, dass Rudi der länger Lebende sein würde, da er von Tassos gebraucht wurde. Tassos orientierte sich ausschließlich an Rudi, während Rudi nur seine Betreuerin zu brauchen schien.

Dieses Band ist nun zerrissen. Rudi ist ruhig eingeschlafen. Seine Herzklappeninsuffizienz verschlechterte sich trotz Medikamenten zusehends. Hinzu kamen Nierensteine und schlechte Leberwerte. Rudis Zeit war abgelaufen. Diätfutter und Medikamente konnten es nicht aufhalten. Eine Operation war nicht mehr möglich.

 

Tassos ist nun alleine und zu unserer Verwunderung kommt er damit zurecht. Die meiste Zeit des Tages schläft er. Seine Demenz kommt ihm nun wahrscheinlich zugute, denn in besseren Zeiten hätte Tassos nicht ohne seinen alten Weggefährten Rudi überleben können. Tassos Tage sind nun auch gezählt.

 

Tassos und Rudi waren in traurigem Sinne bewegende Beispiele für gequältes Leben und Seelenqualen, denn die beiden waren Menschen sehr zugewandt. Menschen, die sie gnadenlos verstoßen haben und denen sie nichts bedeuteten. Sie kehrten zurück in den Tierschutz, wo Sicherheit und Geborgenheit in kargen Lebensumständen für alle spürbar ist. Hier schließt sich nun auch für sie der Kreis des Lebens.

 

Dank der Paten, denen wir an dieser Stelle sehr herzlich danken, wurde den kleinen Rüden medizinisch und versorgungsmäßig alles zuteil, was sie Lebensqualität neu spüren ließ. Sie wussten nicht, wie anders und wie glücklich ein Hundeleben oder hier zwei Hundeleben hätten sein können. In dem Gefühl, ein Heim und ein Frauchen gehabt zu haben, ist Rudi nun ruhig allein eingeschlafen. Tassos wird ihm sicher bald folgen. Man wird ihn nicht leiden lassen, wenn er Hilfe braucht.

 

Wir werden die beiden so schnell nicht vergessen. Sie haben uns gezeigt, dass Tierschutz nicht immer Wunder vollbringen kann, nicht alles Leid wieder gut machen kann, aber mit Unterstützung von Tierfreunden Leben verbessern kann. Rudi und Tassos haben davon profitieren dürfen. Ihre Betreuerin durfte sich von der Überlegung frei fühlen, sie bei Bedarf zum Tierarzt bringen zu können, teure Medikamente und die eine oder andere Leckerei für sie kaufen zu können.

 

Dafür ein herzliches Dankeschön allen, die Tassos und Rudi unterstützten. Für Tassos bitten wir weiterhin um Erhalt seiner Patenschaft.

 

 

 

Notfälle

Tassos und Rudi – ärmste Freunde in der Not

Aktualisierung am 30.01.2016

Als erstes möchten wir herzlich allen Spenderinnen danken, die es möglichmachten, dass Tassos und Rudi tierärztlich versorgt werden konnten. Hinzu kam eine professionelle Fellbehandlung. In Anbetracht des Wetter und der gesundheitlich angeschlagenen Situation mochte die Hundefriseuse die beiden nicht abscheren, was bei dem verfilzten Fell nötig gewesen wäre. Dies hätte aber, wonach ein Leben im Haus vorausgesetzt, da das Wetter in der Region sehr wechselhaft war und in den Wintermonaten weiterhin ist. Mit viel Mühe und handwerklichem Geschick hat man aus den beiden ansehnliche Hundesenioren dennoch gezaubert.

 

Nun aber wollen wir getrennt ausführlich zu Tassos und Rudi berichten.

Tassos (braun)

Tassos wurde im November kastriert. Gleichzeitig erfolgte eine Zahnbehandlung. Der einzige Zahn, ein Fangzahn, der noch in seinem Mäulchen war, war vereitert und stand seitlich hervor. Er musste entfernt werden. Eine länger bestehende Parodontose, die es oft bei alten kleinen Hunden gibt, machte eine Sanierung des Zahnfleisches und der Mundhöhle nötig. Weiterhin war eine Antibiotikagabe angezeigt und allgemeine antiparasitäre Behandlung.

Der Mittelmeertest ergab erstaunlicher Weise keinen Hinweis auf Mittelmeererkrankungen, aber ein niedrigen Hämatokrit und andere Blutwerte, die nicht der Norm entsprachen und laut Tierarzt auf den bedauerlichen Allgemeinzustand des Hundes zurückzuführen waren. Tassos‘ Organwerte waren alle in Ordnung.

Mit dem typischen Fell eines Spitzes mit Bergen von Unterwolle, die verfilzt war, brauchte es viel Geduld einer Hundefriseuse, um ihn davon befreien zu können und ihn nicht kahl scheren zu müssen. Dies hat er mit Geduld über sich ergehen lassen, sogar genossen, da Tassos Menschen äußerst zugetan ist.

Zu seinem Wesen ist zu sagen, dass Tassos Menschen über alles liebt. Er möchte in die Arme genommen werden, auf den Schoß, Hauptsache, den Menschen spürbar nahe sein. Lässt man ihn allein (als Rudi in Narkose lag), bellt Tassos ununterbrochen, bis er heiser wird. Er kann nicht ohne einen anderen Hund sein, wie wir nun wissen. Ein Mensch allein kann nicht immer in seiner Nähe sein, daher braucht er Halt unter den Hunden. Diesen Halt hat ihm Rudi über die vergangenen Jahre gegeben und den findet er jetzt auch im großen Hunderudel der Tierstation, wobei es ein erbärmlicher Anblick ist, wenn man die beiden kleinen Senioren so verloren unter den großen Hunden sieht.

Rudi (weiß)

Freund Rudi musste die Prozedur des Waschens gleich viermal hintereinander über sich ergehen lassen, bis ein weißer Hund erstrahlte, aber vor allem, bis der ganze Schmutz entfernt war. Rudis Füße waren total verklebt, die Zehen mit dem Fell so verwoben, dass er sie nicht mehr spreizen konnte.

Was noch nie ein Tierschützer so gesehen hatte, kam zum Vorschein, als das Fell aus den Zehenzwischenräumen geschnitten worden war. Rudis Zehennägel waren so lange, dass sie sich spiralenförmig verdreht hatten (s. Fotos). Es war sein Glück, dass sie dabei nicht in seine Füße gewachsen waren (siehe Fotos). Es ist unglaublich, dass Besitzer so eine Veränderung ihres Tieres nicht wahrnehmen und Tiere so leiden lassen!

Stand: 27.09.2015

Notfälle

Tassos und Rudi – ärmste Freunde in der Not

Was verändert sich in 10 Jahren von einem Welpen zum Hundesenior? Nicht viel, möchte man meinen, wenn ein Tier gut gehalten wurde und in reifem Alter uns noch wertvoller geworden ist, da ein gegenseitiger Anpassungsprozess uns zusammen geschweißt hat.

Nicht so bei Tassos und Rudi, die vor 10 Jahren als fast noch Welpen in ein vermeintlich gutes griechisches Zuhause nach Nordgriechenland abgegeben wurden. Ein Jahrzehnt waren sie dort und „so“ kamen sie nun zurück mit der Maßgabe, dass, wenn man sie nicht sofort holen würde, sie auf die Straße kämen. Wo sie es wohl besser gehabt hätten?

Die Stationsleiterin holte ihre ehemaligen Schützlinge ab und war Tage lang danach nicht mehr ansprechbar. Der Schock über den Anblick der ehemals so fröhlichen Tiere und ihr armseliges Wesen saß und sitzt so tief, dass sie am liebsten immer noch alles abriegeln würde, um mit den vorhandenen Tieren zusammen zu leben, bis dass der Tod sie scheidet. Eine Reaktion, die man nur zu gut kennt, wenn man mit Entsetzen seinen Mitmenschen gegenüber etwas zur Kenntnis nehmen muss, was man nachträglich nicht mehr ändern kann.

Das Leben der beiden war ein schlechtes Leben. Dank einem Baby, das einzog (sehr häufiger Abgabegrund für Tiere in GR), wendete sich das Blatt noch einmal für Tassos und Rudi. Sie sind zurück in dem Rudel, aus dem sie einst auszogen, um ein besseres Leben zu haben.

Wen wundert es, dass ausländische Tierschützer nach Deutschland schauen, wenn sie sicher sein wollen, dass es einem armen Tier im letzten Anlauf noch einmal gut gehen soll? Es ist oft ein verklärter Blick, denn auch hier ist Tierschutz kein Fremdwort, d.h. Tiere brauchen Hilfe. Man weiß jedoch, dass sich engagierte Menschen hier sehr darum bemühen, die „richtigen“ Menschen für diese Tiere zu finden, was viele glücklich endende Tierschicksale belegen.

Unser Land ist wie viele europäische Länder vor große Aufgaben mit einem nicht endenden Flüchtlingsstrom gestellt. Es sind Menschen, die uns als Endstation Sehnsucht betrachten. Diese sind überwiegend willkommen. Sind es auch diese Tiere, die in ihrem Land keine Perspektive mehr haben?

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Tassos (braun) ist 11 Jahre alt, wiegt 6 kg, Schulterhöhe 36 cm. Er besitzt noch 1 Zahn.

Rudi (weiß) ist 10 Jahre alt, wiegt 5,5 kg, Schulterhöhe 31 cm. Er besitzt noch 6 Zähne.

Tassos ist verträglich mit allen Hunden, ruhig und genügsam abwartend. Er ist noch nicht stubenrein, geht langsam an der Leine und baut wieder Vertrauen in den Menschen auf.

Rudi zeigt manchmal Alphaverhalten, reitet gerne auf, ist aber kein Streithammel. Er geht an der Leine und vertraut Menschen.

Beide müssen erst einmal geschoren und aufgepäppelt werden. Danach steht das volle medizinische Programm an mit Entwurmungen, Parasitenprophylaxen, Impfungen, Kastrationen, Zahnsanierungen, Blutchecks etc. Dafür möchten wir höflich um finanzielle Mithithilfe bitten für die Stationsleiterin, die jeden Cent umdrehen muss als Witwe mit ca. 50 Hunden.

 

Spenden für Tassos und Rudi erbitten auf das Vereinskonto unter Angabe des Verwendungszweckes.

Sparkasse Oberhessen

IBAN: DE 39 518 500 79 0027 062660

BIC: HELA DE F1FRI

 

Steuerlich abzugsfähige Spendenquittungen können erteilt werden. Bitte geben Sie uns dazu Ihre vollständige Adresse per Mail bekannt, da oft nicht alle Daten vollständig von den Banken übertragen werden. Herzlichen Dank im Voraus!