Liza (2,5 Jahre, weiblich, kastriert)

Aktualisierung am 08.06.2015

Lizas großes Pech

Schon perfekt schien Lizas Vermittlungsglück in ein ganz sicher wunderbares Zuhause. Alles passte, was die Erwartungen an Liza betraf. In ihrem Fall nicht verwunderlich ist, da die 2,5-jährige Hündin für jeden Tierliebhaber wirklich perfekt ist in ihrem Wesen, soweit wir es aus langjähriger Erfahrung mit Hunden glauben beurteilen können. Wie es aber mit dem Quäntchen Glück im Leben sein kann, das schon zum Greifen nahe ist; es kann am Ende immer noch etwas schief gehen. Hier ging es darum, einen älteren und kranken Vierbeiner nicht abzuweisen, der kurzfristig ebenfalls in Not war und vor Ort. So wurde aus dem schon fast Glücksmariechen Liza wieder das Pechmariechen, das an ihrem Ort in Griechenland zurück blieb.

Damit das Pech so richtig an Liza haften sollte, ergab ein Mittelmeercheck im April noch einen Hinweis auf eine neu erworbene Leishmanioseinfektion, wenn auch mit niedrigem Titer und gänzlich ohne Symptome bei Liza. Weder ihr äußeres Erscheinungsbild lässt einen Rückschluss auf eine Infektion zu noch ihre Organwerte. Lizas Blutbild ist top und sie ist in augenscheinlich bestem gesundheitlichen Zustand laut Tierarzt. Liza erhält nun trotzdem erst einmal Allopurinol für geraume Zeit und wird selbstverständlich nachgetestet werden. Wir hoffen für diese so nette Hündin, dass sie dennoch ein Zuhause finden darf, wie viele Tiere mit dieser Infektion, die damit alt werden durften, ohne diesem Thema seine Ernsthaftigkeit nehmen zu wollen. Aufklärung zu dem Thema gibt der Verein gerne und auch Einblick in aktuell vorliegende Laborwerte, die im Idealfall mit dem eigenen Tierarzt vorab zu bewerten sind.

Wie sich Liza nochmals mit ihren guten Eigenschaften für eine Vermittlungschance präsentierte, möchten wir nun durch die Aktualisierung mit neuen Fotos und Videos belegen. Liza ist Menschen (auch Männern) so zugetan wie kaum ein anderer Hund, sie sucht die Nähe, ohne aufdringlich zu sein, ist dankbar für jeden Blick und jede Streicheleinheit, legt den Kopf in die Hand. Aber lassen wir Lizas Blicke lieber für sich sprechen.

Da wir an gute Fügungen weiterhin glauben wollen, wie es sog. aussichtslose Fälle uns schon gelehrt haben, möge das Pech nicht weiter an Liza haften bleiben. Das wäre jedenfalls unser größter Wunsch für diese so zauberhafte Hündin, die bestimmt ihre Menschen nicht enttäuschen würde. Liza zeigt Vertrauen, indem sie ihren Kopf in die Hand des Menschen legt, der sich ihr zuwendet; wir legen Lizas Schicksal nun in die Hand der Menschen, die ihr eine faire Chance geben mögen.

Film 1 (auf Kamera klicken)
Film 2 (auf Kamera klicken)

Stand: 28.09.2014

Liza – knapp dem Vergiftungstod entkommen

Anders als in der menschlichen Gesellschaft sind es oft die Schwachen, Jungen oder Alten, diejenigen, die sich nicht nach vorne drängen können (hier beim vergifteten Futter), die dann am Ende als Überlebende zu den Glücklichen gehören. Liza hat als Welpe einen Giftanschlag überlebt mit nur ganz wenig davon im Magen, das sie mit tierärztlicher Hilfe ohne Schaden überleben ließ. Seitdem hat Liza das Glück, in einer privaten Tierstation Aufnahme und vorübergehende Bleibe gefunden zu haben.

Liza hat Futter, wenn auch nicht das beste, hat Spielgefährten unter den Hunden und einen freundliche Hand, die gelegentlich sich zum Streicheln nach ihr ausstreckt. Die Unterkünfte sind nach dem Brand neu aufgebaut worden, sodass sie auch nachts zugfrei und beschützt auf einer Decke schlafen kann. Das ist schon sehr viel für herrenlose Tiere, dennoch wäre es schade, wenn für Liza sich nie mehr das große Tor der Station zur Welt draußen öffnen würde. Wie viel mehr an Erlebnissen und Zuwendung würden wir Liza in ihrem noch jungen Leben wünschen…..

Liza kannte das Hungergefühl zur Genüge, sie war dünn und ausgehungert, wahrscheinlich noch zu klein und nicht durchsetzungsfähig genug, um sich von der Giftmahlzeit eine gehörige Portion einverleiben zu können. Die älteren Tiere rund um Lizas Fundort sind alle daran elend verstorben. Die Angst, nichts zu fressen zu bekommen, ist in Liza verankert geblieben. Sie mag es nicht, wenn ein anderer Hund sich an ihrem Napf bedienen möchte.

Bis auf dieses einzige Manko des Futterneids gibt es nichts Einschränkendes zu Liza zu berichten. Sie ist eine offene und freundliche Hündin, sehr menschenbezogen, wovon wir uns bereits im Januar selbst überzeugen konnten. Schwanzwedelnd und ihren Kopf auf dem Schoß oder in der Hand des Menschen, so lernten wir die damals noch kleine Liza kennen. Inzwischen ist Liza 1,5 Jahre alt, geimpft und kastriert und wiegt 19 kg bei einer Schulterhöhe von 53 cm. Eine mittelgroße Hündin, die an die griechische Rasse der Geckas erinnert. Mit ihren Artgenossen verträgt sich Liza blendend und liebt das Spiel mit ihnen. An der Leine geht Liza wunderbar, als ob sie es gelernt hätte und sie sitzt auch ruhig im Auto und genießt die Fahrt (bisher lediglich zum Tierarzt).

Liza wäre eine nette Familienhündin. Auch für Menschen, die mit ihrem Hund mehr unternehmen möchten und einen cleveren Begleiter suchen, wäre Liza geeignet.

Liza ist offen für alles, wenn ihr jemand die Tür dafür öffnet.