Sorin

Ein weiterer "Seestern" oder: Sorins Sternstunde 2010!

 

Unglaublich, aber wahr! Sorin darf das Leben in einem liebevollen Zuhause noch kennen lernen.

 

Sein freundliches Drängen nach menschlichem Anschluss konnte ihm erfüllt werden Dank eines ganz besonderen Zuhauses in Schleswig Holstein, wo er in vieler Hinsicht seit dem 14. Oktober 2010 nun sorgenfrei leben kann und er keinen Beschränkungen unterliegt. (Fotos folgen)

Ein kleiner Ausdruck der Freude über diesen großen Erfolg
Ton an!
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Sorin in seinem neuen Zuhause
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Und hier noch die bisherigen Fotos zur Vermittlung:

Sorin, ein dreibeiniger Menschenfreund, laut "Liste" des Menschen Feind!?

 

Dies ist keine erbauliche Geschichte, aber wir möchten daran zeigen, dass auch Tierschutz seine Grenzen hat trotz aller Bemühungen und es manchmal keine griffbereite Lösung für einen sehr netten und bemitleidenswerten Hund gibt. Es sind die Situationen, die Tierschützer psychisch sehr belasten nach ihrem hohen kräftezehrenden Einsatz für ein Tier unter täglich sehr vielen in Not geratenen Tieren.

 
Sorin ist ein kastrierter, inzwischen 8-10 Jahre alter reinrassiger, kupierter Dogo Argentino Rüde. Sorin wurde vor ca. 2 Jahren ausgesetzt aufgefunden in einem von Tierschützern betreuten Hunderudel, das sich rund um eingerichtete Futterstellen aufhält. Sorin gliederte sich problemlos ein, da er sich mit allen Hunden bestens verträgt und keinen Streit sucht. Im Gegenteil, Sorin als stattlicher Rüde von 57 cm Schulterhöhe mit 26 kg wurde gelegentlich zum Opfer von Übergriffen starker Rüden, die ihr Territorium verteidigten

Sorin fiel von Beginn an durch seine extreme Menschenfreundlichkeit auf und war daher auch in der Nachbarschaft einiger Menschen gerne geduldet. Er liebt alle Menschen, groß und klein und freut sich über jede Ansprache. Er hält sich zurück bei Fremden, sobald er aber angesprochen wird, kommt er wedelnd auf den Menschen zu und schmiegt sich an. Wegen seiner Rassezugehörigkeit wurde darauf verzichtet, von Sorins traurigem Schicksal als Straßenhund zu berichten. Sorin, eine Frohnatur, der sich Menschen gerne anschließen würde, der aber keine Vermittlungschancen hat.

Ostern 2010 wurde Sorin plötzlich vermisst, was nichts Gutes erahnen ließ. Da Sorin den Platz nie verlassen hätte, suchte man eingehend nach ihm und nach einigen Tage wurde Sorin auch durch Hinweise von Anwohnern gefunden. Er hatte sich unter einem Busch versteckt, unter den er sich schwer verletzt nach einem Autounfall zurück gezogen haben musste. Sorin war geschwächt und von starken Schmerzten gezeichnet. Beim Tierarzt konnte wegen der zerschmetterten Knochen seines rechten Vorderbeins nur noch zur Amputation oder Euthanasie geraten werden. Man entschied sich unter Zeitdruck zur Amputation, da Sorin ansonsten ein gesunder und lebensfroher Hund gewesen war, traurig ahnend, welche Probleme damit für seine letzten Jahre verbunden sein könnten. 
Sorin erholte sich nur langsam von der schweren Operation, da er sehr schwach war.

Nun aber ist Sorin wieder wohlauf und er möchte nicht mehr eingesperrt bleiben. Eine Vermittlung scheint für ihn auf Grund seiner Rasse und in seinem Land wegen seines Alters ausgeschlossen, obwohl Sorin der beste Familienhund wäre, den man sich vorstellen kann. So versucht man nun, Sorin an die alte Futterstelle zurück zu gewöhnen, wo er auch auf Menschen trifft. Ob es immer die richtigen sein werden, denen er begegnen wird, kann man nicht absehen, sondern nur hoffen, denn Sorin kann nicht mehr so leicht fliehen. Sorin kommt gut auf drei Beinen zurecht. Er kann sogar Treppen gehen, ins Auto steigen und kleine Spaziergänge machen. Aber Sorin kann schlecht auf glatten Flächen gehen und der Asphalt in seinem Heimatland ist extrem glatt. Sobald er auf die Straße kommt, hat er Probleme, nicht auszurutschen.
Leider hat ihn das alte Hunderudel nicht wieder gut aufgenommen. Große Rüden machen ihm das Leben schwer, sodass Sorin noch pendelt zwischen seiner "Krankenstation" bei einer Tierschützerin und den Versorgungsfahrten mit Hoffnung auf Wiedereingliederung im frei lebenden Hunderudel.

Sorin möchte auch nun zurück ins Leben und zu Menschen dürfen, daher wäre eine Unterbringung in einer pensionsähnlichen Unterkunft mit Rudelhaltung nur bedingt eine Lösung. Nach der langen Krankengeschichte ist eine kostenträchtige bessere Unterbringung auch nicht leistbar für einen Hund, der eigentlich schon genesen ist. Ein gesichertes und gutes Leben für Sorin ist leider nicht alleine eine Kostenfrage, sondern wäre hinsichtlich der Realisierbarkeit für Sorin ein Wunsch ans Universum.

Positive Resonanz zu Sorin:

Dank der Unterstützung zweier langjähriger Tierfreunde durch eine Patenschaft für Sorin war es möglich, eine kärgliche Unterbringung in Sicherheit bis auf weiteres für ihn zu gewährleisten.
Sorin ist damit nicht mehr den Gefahren der Straße ausgesetzt. Es geht ihm gut, wenngleich ihm natürlich ein Zuhause fehlt.

Die Tierfreunde Athen e.V. danken den Besitzern von Lena und der Besitzerin von Benji, Ronja und den griechischen Samtpfoten für die freundliche Unterstützung!