Luisa (8 - 9 Jahre, weiblich, kastriert)
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Aktualisierung 20.09.2011
Nach dem plötzlichen Tod des Rüden Muchohito, der nicht ohne seine Hundeschwester Luisa leben konnte und immer nur an ihrer Seite zu finden war, hat sich Luisa nun scheinbar etwas weiter entwickelt und mehr geöffnet. Die Ankunft eines Paketes eines Paten mit leckerem Inhalt hat ihr einen besonderen Tag bereitet. Luisa ist zu begeistern mit Leckerbissen, die es natürlich nur selten gibt und für Tiere, die meist im Hintergrund leben, meist nicht zu bekommen sind.
Luisa gehört zu den Hunden, die ins Abseits gerückt waren; einerseits wegen ihres distanzierten Verhaltens gegenüber Menschen und andererseits wegen Muchohito, für den die Vermittlung von Luisa nicht zu verkraften gewesen wäre. Eine Vermittlung war definitiv für ihn ausgeschlossen und eine Trennung von Luisa wäre sein sicherer Tod gewesen. Gemeinsam haben die Hundegeschwister fast 10 Jahre lang ein freudloses Dasein in der Abgeschiedenheit einer Tierstation gelebt und fühlten sich zusammen geschweißt. Sie haben nichts von dem erlebt, was wir für unsere Haustiere in Deutschland für unabdingbar halten. Sie haben dort gelernt, sich einem veränderlichen und nicht ungefährlichen Rudelleben anzupassen, indem sie Streit aus dem Wege gehen und im Zweifelsfall beim Füttern hinten anstehen. Sie kennen den Wechsel von Hitze und Staub zu Kälte und Nässe ohne wirklichen Schutz. Sie kennen Hunger und Durst, Angst und Stress. Immer auf der Hut vermissen sie einen Ort der Ruhe, an den sie sich zurückziehen können und Sicherheit finden. En trauriges Hundeleben, dem nur der Tod ein Ende setzt. Muchohito hat seine Ruhe so gefunden.
Luisa aber lebt und wir sehen ihr Leben fortan unter neuer, vorsichtiger Hoffnung, dass sie unter besonderen Umständen vielleicht doch noch einmal eine Chance auf eine schöne Zeit außerhalb der Station erhalten könnte. Es braucht dazu Menschen mit viel Liebe, Geduld und Erfahrung mit scheuen Hunden. Menschen, die ihr alle Zeit der Welt lassen wollen und nicht den Schmusehund erwarten, der Luisa nicht so schnell sein kann. Menschen, die einen gesicherten Garten haben und nicht von Luisa erwarten müssen, dass sie an der Leine durch geöffnete Tore gehen möchte in eine Welt, die ihr draußen fremd ist und deshalb Angst macht. Menschen, die sie einfach bei sich lassen können und sie selbst den Weg zu ihnen finden lassen.
Luisa wird bestimmt nicht verschont geblieben sein von Zeckeninfektionen oder Leishmaniose. Wenn ja, würde es an ein Wunder grenzen. Aber Luisa ist damit die ganzen Jahre zurecht gekommen und ohne Anzeichen einer Erkrankung alt geworden. Vielleicht gibt es für die inzwischen ca. 10-jährige Luisa doch noch einmal eine Chance auf ein neues Leben, wie sie so mancher alter vergessener Hund erhielt. Dann hätte Muchohitos plötzlicher Tod zumindest für Luisa einen Sinn gehabt, indem er ihr einen Weg frei gemacht hat.
Basistext:
Luisa ist eine nun ca. 8-9jährige
English Setter-Mischlingshündin, die ihr ganzes Leben in einer Auffangstation für herrenlose Tiere bisher unbeachtet und unter harten Bedingungen verbrachte. Sie wurde als junge Hündin dort
aufgenommen und ließ nach ihrem ausweichenden Verhalten darauf schließen, dass sie Menschen negativ kennen gelernt haben musste. Dies passiert vielen Tieren, aber Luisa gehörte zu denen, die so
schnell nicht vergessen konnten und Vorsicht vor Vertrauen stellte. Eine Überlebenshilfe für die Tiere draußen und nicht untypisch für sensible Hunde, zu denen auch die Setter gehören.
Wie alle Hunde wurde Luisa nach der Aufnahme geimpft und kastriert und langsam wieder an die Nähe des Menschen gewöhnt. Luisa verhält sich ungezwungen in der Gemeinschaft anderer Hunde und
kommt mit allen bestens aus, aber fremden Menschen vermag sie nicht auf Anhieb zu vertrauen.
Da Luisa nun bereits so viele Jahre ohne Kontaktaufnahme zur Außenwelt lebte (abgesehen von Tierarztfahrten), ist sie nicht der Familienhund, den man einfach an die Leine nimmt und mit dem
man in ein "normales" Leben als Hundehalter starten kann. Es würde mehr als große Geduld und Erfahrung benötigen, um Luisa für das Leben in unserer Zivilisation zu rüsten.
Daher möchten wir Luisa als typisches Patenschaftstier hier ausweisen.
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