Jimmy (1,5 Jahre, männlich)

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Aktualisierung am 07.01.2012

 

Jimmy mag kein Vertrauen aufbauen

 

Nach Rücksprache mit seiner Pflegefamilie und einer Tierärztin, die Jimmy seit langer Zeit nun betreuen und sehr gut kennen, sehen wir keine realistische Vermittlungsmöglichkeit für den schönen Rüden, ohne künftige tierliebende Menschen vor schwere Probleme zu stellen oder Jimmy einen Gefallen mit einer Vermittlung zu tun. Daher müssen wir nun von einem Vermittlungsvorhaben traurig Abstand nehmen; wollen Jimmy aber nicht einfach nur löschen und die Augen vor seinem Schicksal verschließen.

 

Noch lebt Jimmy in seiner Pflegefamilie in Griechenland, die ihn natürlich auch bedauern,  sich aber nicht auf einen Dauergast eingerichtet haben und die erlaubte Zahl der Tiere in einem Haushalt auch nicht erweitern können. Wir können daher seinen weiteren Weg noch nicht absehen.

 

Bis zu einer „Wende“ in seinem Verhalten bzw. Vertrauen oder in seinem weiteren Weg, möchten wir Jimmy als Patenhund führen, zumal für ihn monatliche Beträge für Futter und gelegentlich auch Tierarztbehandlung aufgebracht werden  müssen. 

 

Stand 20. November 2010


Notfall Jimmy - Überlebenskampf in einem Brunnen


Buchstäblich in letzter Sekunde wurde der ca. 4 Monate alte Labradormixrüde Jimmy vor dem Tod durch Ertrinken gerettet.

Jimmy und drei weitere Wurfgeschwister wurden mit Hundemutter regelmäßig von einer Anwohnerin in der Nähe eines Krankenhauses mit Futter versorgt. Die herrenlosen Tiere halten sich gerne in der Nähe des Krankenhauses auf wegen Nahrungsabfällen und Menschen, die ab und zu mit diesen Tieren Mitgefühl zeigen. Die Tiere sind jedoch nur bedingt gern dort gesehen, sodass es immer wieder zu groben Übergriffen auf die Tiere kommt. So geschehen auch mit Jimmy, den jemand in einen tiefen Brunnen warf, wo Jimmy um sein Überleben kämpfte. Erst durch das beharrliche Sitzen einer Hundeschwester vor dem Brunnen wurde man auf sein Klagen im kalten Wasser tief unten im Brunnen aufmerksam.
Jimmy konnte sich nicht aus eigenen Kräften aus seinem kalten nassen Brunnengefängnis befreien. Ein beherzter Feuerwehrmann ließ sich abseilen und rettete Jimmy, der völlig traumatisiert war.
Die Freude der Wurfgeschwister über Jimmys Rückholung war groß, aber Jimmy musste tierärztlich versorgt werden, da er unterkühlt war. Das Tragische ist, dass ein Geschwisterwelpe noch immer vor dem Brunnen auf Jimmy wartet. Jimmy jedoch kann nicht zurück gebracht werden, da er ganz dringend nun sozialisiert werden muss mit Menschen und Tieren. Sein Schock sitzt tief und es gibt für ihn und die anderen Welpen kein dauerhaftes Verbleiben und Leben an diesem Ort.

Für Jimmy ist eine Vermittlung die einzige Chance. Würde man ihn jetzt an den Ort zurück bringen, würde Jimmy nie mehr sich in die Nähe von Menschen wagen und hätte keine Überlebenschance auf Dauer dort. Die Bemühungen aller und die wertvolle Vorarbeit einer engagierten Tierschützerin, die ihn kleine Fortschritte hat machen lassen, wären damit umsonst gewesen.

Jimmy, der ein mittelgroßer bis größerer Rüde werden wird ( jetzt 13 kg, 4 Monate) braucht Menschen mit Geduld und Einfühlungsvermögen, die wissen, dass ein solch wirklich armer Hund Zeit braucht und Menschen, die ihn erst einmal so annehmen können wie er ist.