Jeremy (3,5 Jahre, männlich, kastriert)

Stand: 10.09.2017

Kater Jeremy – besondere Menschen und Hund(e) gesucht

Der ca. 3,5 – jährige, kastrierte rot-weiße Kater Jeremy hat ein hervorstechendes Merkmal: er liebt Hunde über alles und zeigt es ihnen auf Katzenart. Gerne nimmt er auch menschliche Zuwendung an, sobald ihm der Mensch vertraut ist. Jeremy möchte so gerne verwöhnt werden und räkelt sich dafür nach Herzenslust. Auf den Arm genommen zu werden, ist jedoch nicht sein Wunsch. Jeremy mag damit etwas aus der Vergangenheit verbinden, was ihm Angst machte. Jedoch würde Jeremy nie beißen, kratzen oder sich anderweitig erwehren.

Jeremys Hingabe kennt keine Grenzen, wenn es sich um Hunde handelt. Der an Körperlänge gemessen stattliche Kater, der bisher doppelt Pech im Leben hatte, „umgarnt“ diese mit Schnurren. Damit war er bereits in Griechenland aufgefallen. Ihm kann man, wie seiner Schwester Pardali, mit der er zusammen lebt, die größte Freude bereiten, wenn Hunde (natürlich katzenfreundliche) in einem Zuhause sind und ein Kontakt mit ihnen möglich ist.

Zurzeit lebt Jeremy mit Schwester Pardali in einem Zuhause in unserem Verein in Hessen. Die beiden haben immer zusammen gelebt und kommen gut miteinander aus. Ob sie sich gegenseitig brauchen, glauben wir nicht. Beide sind anpassungsfähig und sollen als Hauskatzen gehalten werden, am liebsten natürlich mit Hund, wenn wir die Geschwister trennen. Beide machen nichts kaputt und zeigen nie Krallen oder Fauchen, sind nicht wählerisch im Futter und sind liebenswerte Katzen, von denen wir Jeremy als besonders beschützenswert und bedürftig erachten.

Jeremy ist in Griechenland bei einem Bluttest positiv getestet worden mit einem Titer für FeLV und FIP, ohne daran erkrankt zu sein. Bei Interesse werden wir den Test wiederholen lassen. Jeremy ist symptomfrei und wirkt absolut gesund, ist geimpft, kastriert und frei von allen Parasiten und ohne jede Auffälligkeit.

Bei einem FIP-Test, den die meisten Tierheime und Züchter nicht durchführen lassen, handelt sich nicht um den Nachweis des FIP-Virus an sich, sondern um den Nachweis des Kontaktes mit Corona Viren, mit denen fast alle Freigängerkatzen in Kontakt kommen. Ob sich daraus jemals eine FIP-Erkrankung entwickelt, hängt davon ab, ob dieses Virus mutiert. Dann erst spricht man von FIP. Wann und warum das Corona Virus mutiert, ist bislang unbekannt. Da Jeremy auch FelV positiv getestet wurde, sollte er keinen Freigang erhalten (er verlangt auch nicht danach, sondern ist zufrieden als Hauskatze). Man kann ihn zu ebenfalls positiven Katzen vermitteln oder als Einzelkatze. Solange das Virus nicht ausbricht und keine Erkrankung auftritt, lebt Jeremy wie eine normale Katze mit gleicher Versorgung. Bei Ausbruch der Erkrankung gilt es ihn erlösen zu lassen und keine Behandlung anzustreben. Ein Zeichen von Tierliebe und Vernunft gleichermaßen.

Als Vorbeugung gilt ein konstantes Zuhause mit guter Versorgung und Vermeiden von viel Stress, wie er bei Wohnungshaltung nur selten auftritt. Jeremy ist neugierig und lässt sich gern auf dem Rücken liegend verwöhnen mit Streicheleinheiten. Ein kleiner Beobachtungsposten am Fenster genügt ihm als Heimkino, wartend, dass jemand kommt – gern mit Hunden.

Jeremy hat doppelt Pech in seinem Leben gehabt, was er für sich bestimmt nicht so empfindet. Es geht ihm gut, er lebt gern und liebt das Fressen. Die positiven Tests, eine möglicherweise schlummernde Gefahr, stehen der großen Chance auf ein glückliches Leben in einem Zuhause sicher im Wege. Wir wissen, dass es aufgeklärte und ganz besondere Menschen braucht und es sie auch gibt, die sich solchen Tieren widmen, aber wird Jeremy diesen begegnen?

 

Jeremy_Film.mp4
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